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Was genau ist Flat Design?

Über Geschmack lässt sich nicht streiten!

Dennoch – je mehr Webseiten und Betriebssysteme das Flat Design benutzen, umso größerer Beliebtheit erfreut sich dieser moderne Grafikstil.

Die Global Player als Vorreiter

Flat Design ist ein Grafikstil der sich auf das Simpelste konzentriert und allen möglichen Schnick-Schnack weglässt. Besonders charakterisiert wird das Flat Design durch:

  •  den Verzicht von Texturen & Verzierungen
  •  großes Augenmerk auf die Typografie
  •  ausgeprägtes Spiel von Formen und Farben

Am besten versteht man den Stil wohl am Beispiel von Apple.
Vor iOS 7 prägten Leder-Kalender, realistische Bücherregale oder dreidimensionale Buttons die Benutzeroberfläche. Seit 2013 ist damit aber Schluss. Nun folgt auch Apple getreu dem Motto „weniger ist mehr“ und verwendet einfache Symbole und weniger „fotorealistische“ App-Icons.

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Auch von Microsoft kann einem das Flat Design bekannt vorkommen. 2010 setzte der Softwaregigant den einfachen Grafikstil erstmals im Windows Phone 7 ein. Anschließend folgte 2012 dann auch das hauseigene Betriebssystem Windows 8 und erstrahlte im flachen Design.

Die Kachelansicht des Windows Phone im Flat Design

Was bringt eine Suchmaschine, die zu viel Zeit für das Laden der eigenen Designs benötigt? Das fragte sich auch Google und hat sich am Flat Design bedient, um die Performance und die Usability für den Nutzer zu steigern. Sowohl die gesamte Webseite, als auch das Logo bekamen einen neuen Anstrich.

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Stärken des Flat Designs?

  • Einfach

    KIS: Keep it simple – komplexe Objekte werden vereinfacht

  • Übersichtlich

    Übersichtlicher durch Verwendung von großen Schriften und Symbolen

  • Für mobile Endgeräte

    Perfekt für mobile Geräte durch große Buttons und schnelle Ladezeiten

  • Lebendig

    Lebendigkeit aufgrund der vielfältigen Farbwelten

  • Seriös

    Vertrautes Designs & hohe Seriosität, da es auch viele Global Player verwenden

Herausforderung des Flat Designs?

Auch, wenn Designer das Flat Design lieben gelernt haben, gibt es einige Dinge, die Schwierigkeiten bereiten können. Gerade, wenn es um den Einsatz von Schriften geht, kann es zu Problemen kommen.

Wie schon beschrieben ist die Typografie wichtig für den flachen Grafikstil – umso wichtiger ist es, sich nicht in einer Flut von Schriftarten zu verlieren. Daher konzentriert man sich beim Flat Design auf die Verwendung von nur ein bis zwei Schriftarten.

Material Design – das Flat Design 2.0?

Die neue Designsprache „Material Design“ wurde 2012 von Google vorgestellt und gilt als Grundstein für diverse Webdienste, Google Chrome, Android L oder auch Google +.

Schaut man sich Material Design zum ersten Mal an, wird man vielleicht keine großen Veränderungen zum Flat Design wahrnehmen. Doch der Schein trügt, denn es übernimmt die Darstellungsformen des flachen Grafikstils und ergänzt es um eine dreidimensionale Komponente. Mithilfe von angepassten Schatten und entsprechenden Verläufen, füllt es die Lücken des Flat Designs auf.

Fazit und Zukunft des Flat Designs

Schaut man sich heute beim surfen im Internet die Webseiten an, so kann eine gut gemachte Seite im Flat Design schon wie eine Entspannungskur wirken – im Gegensatz zu überladenen Seiten, die von unnötigen Bildern oder pixeligen Buttons nur so strotzen.
Wie der Designer Hakan Tanriverdi schon sagte, ist Flat Design „kein Trend, sondern ein Prinzip“ – ein Prinzip, das sich (auch aufgrund der genannten Herausforderungen) stetig weiterentwickelt. Einen ersten Schritt in diese Richtung macht das Material Design von Google.
Gerade, wenn man sich Videos im Flat Design anschaut, wird man feststellen, dass dem eigentlichen Flat Design gewisse Effekte und Schatten hinzugefügt werden, ohne das Bild zu überladen.

Auch im Hinblick auf den Einsatz von großen Unternehmen und die „Dehnbarkeit“ des Flat Design – Begriffs, wird uns der flache Grafikstil noch eine ganze Weile erhalten bleiben – und das ist auch gut so!

Denn sind wir mal ganz ehrlich: Auf welchen Button würden Sie eher klicken?

Button im Flat Design