Produktvideo erstellen: So gelingt ein professioneller Produktfilm

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Katharina Schneider

| Zuletzt aktualisiert am: 13.04.2026
Produktvideos sind eine sinnvolle Möglichkeit, um potenziellen Kunden auf moderne Art und Weise die Funktion und Vorteile des Produkts vorzustellen. In diesem Beitrag klären wir, was ein professionelles Produktvideo ausmacht, um bleibenden Eindruck zu hinterlassen – von der Planung bis zum fertigen Film.

Das Wichtigste in Kürze: Was ist ein Produktvideo und wie kann man es erstellen?

Wer Produkte im Netz verkauft, konkurriert täglich mit Hunderten ähnlicher Angebote. Bewegtbild ist heute eines der wenigen Mittel, das in wenigen Sekunden Vertrauen schafft und Kaufentscheidungen beeinflusst. Ein Produktvideo stellt Ihr Produkt in wenigen Sekunden visuell vor und erklärt seine Eigenschaften und USPs.

Für einfache Produktvideos oder Unboxings für Social Media sind selbst erstellte Videos oft ausreichend. Wer aber ein professionelles Erklärvideo für die Webseite, ein Appvideo oder ein Messevideo benötigt, sollte sich am besten von einer erfahrenen Erklärvideo-Agentur beraten lassen.

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Produktvideos
Was ist ein Produktvideo?

Ein Produktvideo ist ein kurzer Film, der ein Produkt oder eine Dienstleistung vorstellt, erklärt oder demonstriert. Im Mittelpunkt stehen immer die Vorteile, die Funktionsweise und der Nutzen des Produkts für den potenziellen Käufer. Anders als bei einem Imagefilm geht es nicht darum, das Unternehmen als Ganzes zu präsentieren, sondern das konkrete Produkt überzeugend in Szene zu setzen.

Solche Videos werden vor allem auf Websites, in Online-Shops, auf Social Media, im Newsletter und am Messestand eingesetzt. Ihr Vorteil gegenüber statischen Bildern oder Texten: Sie verbinden Bild, Bewegung und Ton. Dadurch können auch komplexe Informationen in wenigen Sekunden vermittelt werden. 

Warum sollte man ein Produktvideo erstellen?

Ein professionelles Produktvideo steigert die Conversion Rate, schafft Vertrauen bei potenziellen Käufern und verbessert die Sichtbarkeit in Suchmaschinen. Es gehört damit zu den wirkungsvollsten Maßnahmen im digitalen Marketing.

Videomarketing im Gehirn

Die Vorteile von Produktvideos im Überblick:

  • Höhere Conversion Rate: Nutzer kaufen häufiger Produkte, die in Videos gezeigt werden, als solche, die nur per Text oder Bild beschrieben werden.
  • Mehr Vertrauen: Ein gut gemachtes Video schafft Nähe und Authentizität – und baut damit Kaufhemmnisse ab.
  • Bessere Sichtbarkeit: Suchmaschinen wie Google bevorzugen Seiten mit Videoinhalten. Außerdem sind Videos auf Plattformen wie YouTube eigenständige Auffindungspunkte.
  • Vielseitiger Einsatz: Ein einziges Produktvideo kann auf der Website, in Social-Media-Kanälen, im Newsletter, in Anzeigen und am Messestand genutzt werden.
  • Höhere Verweildauer: Bewegtbild hält Besucher länger auf der Seite, was ein positives Signal für Suchmaschinen ist.
Die 4 wichtigsten Arten von Produktvideos

Nicht jedes Produktvideo verfolgt dasselbe Ziel. Je nach Produkt, Zielgruppe und Phase der Kaufentscheidung eignen sich unterschiedliche Formate. Hier sind die vier gängigsten Arten im Überblick:

1. Das Demo-Video (Produktdemonstration)

Demo-Videos zeigen das Produkt in Aktion: wie es aussieht, wie es funktioniert und welche Einsatzmöglichkeiten es bietet. Sie sprechen Menschen an, die das Produkt noch nicht kennen und helfen dabei, erstes Kaufinteresse zu wecken. Ein Call-to-Action ist in reinen Demo-Videos oft bewusst zurückhaltend – das Ziel ist Information, nicht direkte Conversion.

Typische Beispiele: Eine Kaffeemaschine, die beim Aufbrühen gezeigt wird, während im Hintergrund die wichtigsten Features eingeblendet werden. Oder ein Video, das mit nachgebauter Appoberfläche die Funktionsweise einer App erklärt:

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2. Das Erklärvideo

Das Erklärvideo richtet sich an Interessenten, die das Produkt bereits kennen, aber noch unsicher sind. Es erklärt die Alleinstellungsmerkmale (USPs), zeigt Unterschiede zur Konkurrenz und beantwortet häufige Fragen. Animierte Erklärvideos eignen sich besonders für komplexe oder erklärungsbedürftige Produkte – etwa Software, technische Geräte oder Dienstleistungen.

Das Erklärvideo ist das Herzstück der Überlegungsphase: Hier fällt die eigentliche Kaufentscheidung.

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3. Das Testimonial-Video

Echte Kundenerfahrungen wirken überzeugender als jede Werbebotschaft. Im Testimonial-Video kommen zufriedene Käufer zu Wort und berichten von ihren Erfahrungen mit dem Produkt. Wichtig ist dabei Authentizität: Es sollten echte Stimmen sein, keine bezahlten Schauspieler.

Testimonial-Videos eignen sich besonders gut am Ende der Kaufentscheidung, um letzten Zweifeln zu begegnen und Vertrauen zu schaffen.

4. Das Unboxing-Video

Beim Unboxing-Video wird das Produkt live ausgepackt und erstmals gezeigt. Dieses Format ist vor allem auf Social Media und YouTube-Kanälen sehr beliebt. Es ist spontan, nahbar und unterhaltsam.

Auch für User-generated Content (UGC) eignet es sich hervorragend: Wenn Kunden selbst unboxen und ihre Erfahrungen teilen, wirkt das besonders glaubwürdig.

Produktvideo erstellen: Schritt für Schritt zur erfolgreichen Produktion

Ein gutes Produktvideo entsteht nicht durch spontanes Drauflosfilmen, sondern durch sorgfältige Planung. Die Produktion lässt sich in fünf Phasen unterteilen:

Schritt #1: Ziel und Zielgruppe definieren

Bevor das erste Bild entsteht, müssen drei Fragen klar beantwortet sein: Was soll das Video erreichen? Wer soll es sehen? Und wo wird es ausgespielt? Ein Produktvideo für Instagram Reels sieht anders aus als eines für die Produktseite im Online-Shop oder für die Präsentation am Messestand.

Je klarer das Ziel und die Zielgruppe, desto gezielter kann das Konzept entwickelt werden – und desto größer ist die Wirkung des fertigen Videos.

Schritt #2: Konzept, Drehbuch und Storyboard

Mit einem klaren Ziel geht es an das Konzept. Hier wird festgelegt: Welche Informationen kommen vor? In welcher Reihenfolge? Welche Einstellungen sind nötig? Gibt es einen Sprecher oder Untertitel? Kommt Musik dazu? Das Storyboard visualisiert den Ablauf Szene für Szene – eine unverzichtbare Grundlage für einen effizienten Drehtag.

 

Das Drehbuch fasst das gesamte Konzept inklusive der Sprechertexte nochmal schriftlich zusammen. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert unstrukturierte Aufnahmen, fehlende Szenen und kostspielige Nacharbeiten.

Schritt #3: Dreh und Ausrüstung

Beim Filmen kommt es auf Licht, Ton und Bildaufbau an. Selbst mit einer hochwertigen Smartphone-Kamera lassen sich ansprechende Produktvideos drehen – wenn die Beleuchtung stimmt. Ein weißer oder neutraler Hintergrund lässt das Produkt besser wirken. Für die Tonqualität ist ein externes Mikrofon empfehlenswert, wenn ein Sprecher zu hören ist.

Wichtig: Schwenks und Kamerabewegungen stets ruhig starten und enden lassen – niemals die Aufnahme in der Bewegung stoppen.

Du kannst auch ein animiertes Erklärvideo selbst erstellen. Es gibt hierfür kostenlose Apps für animierte Videos und kostenpflichtige Softwares, die aber alle nach einem Baukastenprinzip arbeiten. Für ein professionelles und einzigartiges Produktvideo lohnt es sich hingegen, eine erfahrene Erklärvideo-Agentur wie die Erklärhelden zu beauftragen.

Schritt #4: Schnitt und Nachbearbeitung

Im Schnitt werden alle Szenen zu einem stimmigen Gesamtvideo zusammengefügt. Dazu gehören Übergänge, Farbkorrektur, Einblendungen, Untertitel, Musik und der Call-to-Action am Ende. Gute Schnittsoftware wie Adobe Premiere Pro, Final Cut Pro oder DaVinci Resolve bietet professionelle Ergebnisse – erfordert aber Einarbeitungszeit.

Wer lieber schnell und unkompliziert arbeiten möchte, greift auf einfachere Tools und Videoschnitt-Apps zurück oder beauftragt direkt eine professionelle Videoproduktions-Agentur.

Schritt #5: Veröffentlichung und Verbreitung

Ein fertiges Produktvideo entfaltet seinen Wert erst durch die richtige Verbreitung. Mögliche Kanäle sind die eigene Website (Produktseite, Startseite), YouTube, Instagram, TikTok, LinkedIn, Newsletter und Anzeigenkampagnen.

Für unterschiedliche Plattformen empfiehlt sich die Erstellung verschiedener Schnittversionen. z. B. ein quadratisches Format (1:1) für den Shop und ein Hochformat (9:16) für Social Media Videos.

Die wichtigsten Dos & Don’ts bei der Produktvideo-Produktion

Was macht den Unterschied zwischen einem überzeugenden Produktvideo und einem, das verpufft? Diese Dos und Don’ts helfen dabei, häufige Fehler zu vermeiden:

Dos: Das sollten Sie beachten

  • Zielgruppe immer im Blick behalten: Sprechen Sie die Sprache Ihrer Kunden und zeigen Sie das Produkt in Situationen, die zum Alltag Ihrer Zielgruppe passen.
  • Produktvorteile konkret benennen: Statt allgemeiner Adjektive lieber konkrete Produkteigenschaften: Nicht “hochwertig”, sondern: aus rostfreiem Stahl gefertigt, spülmaschinenfest.
  • Unique Content erstellen: Das Video sollte unterhaltsam, informativ und werblich sein – und dabei immer die Zielgruppe ansprechen.
  • Call-to-Action nicht vergessen: Jedes Produktvideo sollte mit einer klaren Handlungsaufforderung enden, z. B. Jetzt kaufen, Mehr erfahren oder Angebot anfragen.
  • Kurz und knapp: 30 bis 90 Sekunden sind für die meisten Produktvideos ideal. Längere Videos verlieren Zuschauer schnell.
  • Corporate Identity einhalten: Farben, Schriften, Logo und Musik sollten zum Markenauftritt passen.
Don’ts: Diese Fehler sollten Sie vermeiden
  • Kein Keyword-Stuffing: Im Sprechertext und in Texteinblendungen auf natürliche Sprache setzen.
  • Schlechte Qualität bei Bild und Ton: Verschwommene Bilder und schlechter Ton sind unverzeihlich – das sind echte Stimmungskiller.
  • Ohne Konzept drehen: Spontane Aufnahmen ohne Plan kosten am Ende mehr Zeit und führen selten zu guten Ergebnissen.
  • Falsche Plattformformate: Ein Video im Querformat (16:9) läuft in Instagram-Stories schlecht. Immer das passende Format für den jeweiligen Kanal wählen.
  • Jeden Kanal mit demselben Video bespielen: Unterschiedliche Plattformen haben unterschiedliche Erwartungen und Nutzergewohnheiten. Besser: plattformspezifische Schnittversionen erstellen.

3 Beispiele für erfolgreiche Produktvideos

Wir zeigen Ihnen drei Beispiele für erfolgreiche Produktvideos und erklären die Strategien, die hier erfolgreich zum Ziel führen.

Beispiel #1: Nine Line

Nine Line Apparel Stout Hoodie

In den ersten 15 Sekunden wirft das Video lediglich Fragen auf. Dadurch erregt Nine Line die Aufmerksamkeit der Zuseher. Während der leger gekleidete Statist Flaschen zu Boden wirft, wird der Hoodie in den Vordergrund gerückt, indem die Flaschen in einer anderen Szene in der riesigen Fronttasche platziert werden.

Die Botschaft dieses Videos ist damit eindeutig. In diesem Video sind 30 Sekunden völlig ausreichend, um eine klare Botschaft zu vermitteln.

Beispiel #2: Todoist

Was ist Todoist

Mit Todoist können die unterschiedlichen Aufgaben des Alltags auf einen Blick zusammengefasst und dargestellt werden. Im Produktvideo nutzt Todoist den sanften Bildwechsel, um die Aufmerksamkeit der Zuseher zu aktivieren.

Die fließenden Übergänge unterstreichen die fesselnde Handlung und sorgen kombiniert mit der aussagekräftigen Erzählung für einen mitreißenden Effekt.

Beispiel #3: Nespresso

Nespresso CITIZ&MILK

Dieses abgerundete und stimmige Gesamtkonzept der Produktpräsentation ist maßgeschneidert auf potenzielle Kunden von Nespresso-Kaffeemaschinen. Die entspannende Musik, die zugehörige geräumige Wohnung sowie das passende Ambiente vermitteln die klare Botschaft wunderbarer Momente in wohltuender Atmosphäre bei köstlichem Kaffee. Allein beim Ansehen bekommt man das Gefühl, in der Wohnung zu sitzen und den frisch gebrühten Kaffee zu genießen, oder?

Produktvideo selber erstellen oder erstellen lassen?

Wer ein kleines Budget hat und einfache Produktdemonstrationen oder Social-Media-Content produzieren möchte, kann ein Produktvideo durchaus selbst erstellen. Für komplexere Formate oder höhere Qualitätsansprüche empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einer professionellen Produktvideo-Agentur.

DIY-Produktvideo: Wann es sinnvoll ist

Wer ein kleines Budget hat und grundlegende Kamera- und Schnittkenntnisse mitbringt, kann durchaus ansprechende Produktvideos selbst erstellen. Besonders für einfache Demonstrationen, Unboxing-Videos oder Social-Media-Content ist das eine legitime Option. Wichtig sind ein sauberes Set, gutes Licht und ein externes Mikrofon.

Allerdings sollte der zeitliche Aufwand nicht unterschätzt werden: Von der Konzeption über den Dreh bis zum fertigen Schnitt können schnell mehrere Tage vergehen. In vielen Fällen ist ein DIY-Video für das erst noch Ausrüstung und Software gekauft werden müssen, unterm Strich nicht günstiger als ein professionell produziertes.

Professionelle Produktvideo-Produktion: Was eine Agentur leistet

Eine erfahrene Videoproduktions- oder Erklärvideo-Agentur bringt das Know-how mit, das es braucht, um ein Produktvideo zu entwickeln, das wirklich überzeugt. Dazu gehören: ein durchdachtes Konzept, professionelles Equipment, werbepsychologisch optimiertes Storytelling, hochwertige Animationen oder Realfilmaufnahmen und ein reibungsloser Produktionsablauf.

Der entscheidende Vorteil: Eine Agentur kennt die Unterschiede zwischen Plattformen, Zielgruppen und Videostilen aus der Praxis – und bringt das Ergebnis auf ein Level, das als Laie nur schwer zu erreichen ist. Wer ein Produktvideo erstellen lassen möchte, sollte im Vorfeld das Budget definieren, Beispiele sammeln und die Zielgruppe klar kommunizieren.

Was kostet ein professionelles Produktvideo?

Die Kosten für ein Produktvideo hängen stark von Format, Stil, Länge und Produktionsaufwand ab. Grob lassen sie sich in vier Kategorien einteilen.

 

  • Einfaches DIY-Video (Handy + kostenlose Software): ab ca. 0 Euro – dafür erheblicher Eigenaufwand und oft eingeschränkte Qualität.
  • Produktvideo mit einfachen Tools und Vorlagen (z. B. Canva, Promeo): ab ca. 20 Euro/Monat – geeignet für schnellen Social-Media-Content.
  • Professionell erstelltes Produktvideo (Agentur, Realfilm): je nach Komplexität ab mehreren Hundert bis mehreren Tausend Euro.
  • Animiertes Erklärvideo (professionell): in der Regel ab ca. 3.000 Euro aufwärts.

 

Wichtig: Ein hochwertiges Produktvideo ist eine Investition, die sich in Form von mehr Conversions, höheren Umsätzen und stärkerem Markenauftritt bezahlt macht. Wer mehrere Produkte hat, kann durch gebündelte Drehtage die Kosten pro Video erheblich senken.

FAQ: Häufige Fragen zum Produktvideo

Was ist ein Produktvideo?
Wie lang sollte ein Produktvideo sein?
Wie erstelle ich ein Produktvideo selbst?
Was kostet es, ein Produktvideo erstellen zu lassen?
Welche Arten von Produktvideos gibt es?
Warum sind Produktvideos für den E-Commerce so wichtig?
Welche Produktvideos erstellen die Erklärhelden?
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Konzepterin bei den Erklärhelden

Katharina Schneider ist als Erklärheldin für die Konzeption von über 300 Erklärvideo-Projekten jedes Jahr verantwortlich. Sie liebt es aus komplexen Ausführungen einfache und überzeugende Beschreibungen zu formulieren, die einen Aha-Moment auslösen. Wenn sie nicht gerade die Welt in 90 Sekunden erklärt, ist sie wahrscheinlich auf dem nächsten Gewässer mit ihrem Kajak zu finden.

Quellen: