Erklärvideo erstellen: So gelingt das Verkaufswunder (2026)

Katharina-Schneider

Katharina Schneider

| Zuletzt aktualisiert am: 09.03.2026
Mit einem kurzen Video lassen sich Produkte, Dienstleistungen oder neue Konzepte einfach und anschaulich erklären. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie ein Erklärvideo selbst erstellen können und welche (kostenlosen) Softwares sich dafür eignen.

Das Wichtigste in Kürze: Wie macht man ein Erklärvideo?

Erklärvideos werden häufig von Unternehmen eingesetzt, um Produkte, Dienstleistungen oder neue Konzepte verständlich zu vermitteln. Sie fesseln die Aufmerksamkeit der Zielgruppe und sorgen durch gutes Storytelling dafür, dass der Inhalt im Gedächtnis bleibt. 

Die Planung ist bei einem hochwertigen Video das A und O. Wenn Sie ein Erklärvideo selbst erstellen möchten, sind die folgenden Schritte nötig

  1. Vorbereitung & ausführliche Themenfindung: passendes Thema finden 
  2. Storytelling für die Zielgruppe planen: Aufbau des Videos festlegen
  3. Ideensammlung & Design anfertigen: Optik des Videos eingrenzen
  4. Script & Storyboard gestalten: Erstellen des Textes und Planung der Szenen
  5. Voice-Over aufnehmen: Text zum Video einsprechen
  6. Erklärvideo-Software auswählen: Tool auswählen und Video produzieren

Als Software eignen sich beispielsweise PowToon, Animaker, Biteable, Vyond, Wideo oder Adobe Premiere Pro. Je nach Budget und Vorkenntnissen bieten diese Tools verschiedene Möglichkeiten zur Produktion von Erklärvideos. Teilweise sind dort auch KI-Assistenten integriert, die die Umsetzung vereinfachen. 

Gut zu wissen: Kostenlose (KI)-Tools haben ihre Grenzen und können nicht mit hochwertiger Software oder professionell erstellten Videos einer Erklärfilm Agentur verglichen werden!

Erklärfilme mit Heldengarantie von den Erklärhelden
Erklärfilme

Was ist ein Erklärvideo?

Erklärvideos sind kurze Videos, die Ideen oder Tätigkeiten vereinfacht erklären. Unternehmen und Organisationen nutzen solche Videos gerne für Produkterklärungen und -anwendungen. 

Ein Erklärfilm, auch Explainity Video genannt, besteht meist aus animierten Grafiken, einem Voice-Over und einer passenden Hintergrundmusik. Oft kommt darin ein unterhaltsamer Charakter vor, der die Zuschauer emotional anspricht und positive Assoziationen herstellt.

Solche Videos sind innovativ, amüsant und erreichen über digitale Kanäle wie Social Media und Co. unzählige Menschen. Das macht sie zu topaktuellen Unterhaltungsmedien. Die Dauer wird dabei absichtlich kurz gehalten, um die Aufmerksamkeitsspanne der Zuseher nicht überzustrapazieren. 

Gut zu wissen: Mehr als die Hälfte der Deutschen bevorzugt beim Konsum von Medien kurze Videos gegenüber Text und Audioformaten.

Vorteile und Einsatzgebiete von Erklärvideos

Erklärvideos sind mittlerweile weit verbreitet und jeder kennt sie. Die Vorteile liegen klar auf der Hand:

  • Videos ziehen die Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich. Sie sind deutlich interessanter als umfassende Texte.
  • Ein gutes Video zieht die Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich und weckt Emotionen. Durch moderne, fundierte und originelle Inhalte bleiben sie nachhaltig im Gedächtnis.

Unternehmen und andere Organisationen nutzen Erklärfilme meist zur Produkt-, Image- oder Dienstleistungspräsentation. Sie kommen in der Regel auf den Social-Media-Kanälen, der Website und anderen digitalen Channels zum Einsatz. 

Immer häufiger werden auch Arbeitsunterweisungen in Form von Erklärvideos vermittelt. Selbst für die Vermittlung von Informationen werden Explainity-Videos immer häufiger genutzt.

Wesentliche Kriterien eines guten Erklärvideos

Ein Video verbreitet sich im Normalfall nicht von selbst im Netz. Um erfolgreich zu sein, sollten Sie sich vorab überlegen, welches Thema Sie vermitteln wollen. Auch der Aufbau des Videos spielt dabei eine zentrale Rolle. Zudem ist es wichtig, Ihre Zielgruppe zu kennen und das Video entsprechend zu gestalten.

Wichtig sind also folgende Kriterien:

  • origineller Content und authentische Umsetzung
  • amüsante Unterhaltung kombiniert mit professionellem Know-how
  • komplexe Inhalte einfach darstellen und erklären
  • auf die Zielgruppe abstimmen

Wie erstellt man ein Erklärvideo? Anleitung in 6 Schritten

Grundsätzlich gibt es zwei Wege, um ein Erklärvideo zu erstellen. Entweder mit einer professionellen Erklärvideo-Agentur. Oder man schneidet ein Erklärvideo selber, wobei Sie sich vorher diese Fragen zum Erklärvideo stellen sollten. Letzteres kann jedoch nicht mit der Qualität eines professionell produzierten Videos mithalten! 

Schritt #1: Vorbereitung und Themenfindung

Rom wurde nicht binnen eines Tages erbaut – so brauchen auch gute Erklärvideos Zeit, um zu entstehen. Es lohnt sich, die nötige Zeit zu investieren, damit am Ende ein beeindruckendes Video entsteht.

Außerdem nehmen Sie beim Erklärvideo Gestalten auch eine ganze Ladung an wertvollen Skills für künftige Projekte mit! Bevor Sie sich an die Arbeit machen und Ihre Erklärfilme erstellen, braucht es ein durchdachtes Konzept sowie einen Zeitplan, an dem Sie sich orientieren.

Allem vorweg geht eine ausführliche Themenrecherche. Dafür sollten Sie in erster Linie den Geschmack und die Suchintention Ihrer User kennen. Für die Themenfindung können Sie beispielsweise Frage-Antwort-Tools, Keyword-Recherchen oder eine Wettbewerberanalyse nutzen.

Erklärvideo erstellen

Die gefundenen Themen können Sie dann weiter aussortieren, bis eine zielgruppenorientierte sowie priorisierte Content-Planung entsteht.

Wichtig dabei: Entscheiden Sie sich für genau ein Thema, das Sie im Video aufgreifen und erklären. Zu viele oder zu komplexe Themen führen dazu, dass das Video zu lang oder schwer verständlich wird.

Tool-Tipp: Auf der Seite „answerthepublic“ können Sie Themen oder Ideen eingeben. Daraufhin werden passende Suchvorschläge gegeben, die Personen ebenfalls in diesem Zusammenhang gesucht haben. So können Sie Ihre Themenliste schnell und fundiert erweitern.

Schritt #2: Schreiben Sie eine Geschichte und definieren Sie Ihre Zielgruppe

Beim Storytelling nutzen Sie Geschichten, um Informationen zu vermitteln. Ziel davon ist es, Botschaften, Wissen oder Daten optimal zu vermitteln. Sie sollten sich beim Zuseher bestmöglich im Gedächtnis verankern.

Aufbau einer Story für ein Erklärvideo

Am besten bauen Sie Ihre Geschichte folgendermaßen auf: 

  1. Problem: Was ist die Ausgangssituation? Vor welchem Problem steht die Zielgruppe?
  2. Vorstellung der Lösung: Womit kann das Problem gelöst werden? Welche Erleichterungen bringt die Lösung?
  3. Vorteilskommunikation: Wie funktioniert die Lösung? Was sind die Vorteile?
  4. Abschluss der Story: Wie sieht ein Leben mit der Lösung aus? Wie schließt sich der Kreis zur Einleitung?
  5. Call to action: Welche Handlung soll die Zielgruppe nun ausführen? Kaufen, Kontaktieren oder Testen?

Auch eine Frage-Antwort-Sequenz, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung oder eine Gegenüberstellung können gute Ansätze für den Aufbau der Storyline sein.

Erfolgreiches Storytelling leicht gemacht

Eine gute Geschichte bringt Ihr Publikum dazu, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Außerdem weckt sie das Interesse sowohl am Produkt, am Wissen als auch an der Werbung. Achten Sie dabei auf Emotionen und wählen Sie diese dem Anlass entsprechend aus. Bleiben Sie beim Publikum in Erinnerung! 

Erfolgreiches Storytelling basiert auf drei wesentlichen Merkmalen, die folgende Fragen beantworten:

  • Gibt es Protagonisten?
  • Handelt es sich um ein Ereignis oder ein Problem?
  • Wie sieht die Lösung aus?

Ein guter Tipp an dieser Stelle: Denken Sie rückwärts und beginnen Sie mit dem Ende. Welchen Aha-Moment wollen Sie bei Ihren Usern mit dem selbst erstellten Erklärvideo hinterlassen?

Storytelling ist kein neumoderner Begriff aus dem Marketing – es dient vielmehr als Köder für Ihre Zielgruppe. Sind die Inhalte der Videos auf die Zielgruppe zugeschnitten und halten Ihre Zuseher durch einen runden Spannungsbogen bei Laune, haben Sie Ihr Ziel erreicht.

Dazu gehört auch die Frage, was Sie Ihren Zuschauern vermitteln wollen: Was ist der Kern der Sache? Was soll Ihr Publikum aus dem Video mitnehmen?

Schritt #3: Sammeln Sie Ideen und gestalten Sie Ihr eigenes Design

Ein Klassiker im Marketing, jedoch immer wieder wichtig, ist ein USP – zu Deutsch: Alleinstellungsmerkmal. Damit heben Sie sich von der Masse ab und zeigen Ihrem Publikum, dass Sie sich bemühen und sich Gedanken machen. 

Was macht Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung oder Ihre Marke aus? Wählen Sie Farben und Designelemente, die sowohl zu Ihrer Identität als auch zu Ihrem Produkt passen.

Erklärvideo Inspirationen

Nehmen Sie sich gerade zu Beginn die Zeit, um auf YouTube nach Beispielen zu recherchieren. Schauen Sie sich viele Beispielvideos an, um sich ein Bild von Grafikstil, Vorteilskommunikation und Erzählstruktur zu verschaffen. Ganz konkret können Sie sich zu jedem Erklärvideo Notizen machen und folgende Fragen beantworten:

  • Welchen grafischen Stil finden Sie ansprechend? Was gefällt Ihnen wiederum gar nicht?
  • Wie beginnt das Beispielvideo?
  • Wie werden gewisse Vorteile dem Zuschauer kommuniziert?
  • Welche Handlungsaufforderung (Call-to-Action) gibt es zum Schluss?

Planen Sie für ein umfassendes Brainstorming zu Ihrem Erklärvideo unbedingt genügend Zeit ein. Ideen brauchen Zeit, um sich zu entwickeln und müssen erst wachsen. Zum Ideenfindungsprozess gehört – neben einer inspirierenden Umgebung – auch das passende Equipment und eine umfassende Recherche. 

Darin inbegriffen ist auch eine ausführliche Konkurrenzanalyse, schließlich wollen Sie einzigartige Inhalte produzieren und nicht Inhalte von Ihren Wettbewerbern kopieren. Machen Sie sich Notizen, was Ihnen aufgefallen ist und was Ihnen gefehlt hat. So stellen Sie sicher, dass Ihr Video vollständig ist, der Suchintention Ihrer User entspricht und deren Erwartungen erfüllt.

Exkurs: In welchem Stil wollen Sie Ihr Erklärvideo erstellen?

Exkurs: In welchem Stil wollen Sie Ihr Erklärvideo erstellen?

Der Stil des Erklärvideos ist entscheidend für grundlegende Punkte im nächsten Schritt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihre Inhalte vermitteln können. Zu den beliebtesten gehören folgende:

  • Whiteboard Animation oder Scribble Video: Hier wird der Film zur Gänze mit einer Hand wie auf einem Whiteboard geschrieben. Einzelne Bilder fügen sich vor den Zusehern zu einem Video zusammen, wodurch sie das Gefühl bekommen, live dabei zu sein. 
  • Did you know: Bei diesem Video-Stil wird kein Voice-Over benötigt, weil der Text nicht gesprochen, sondern schriftlich in mehreren Einstellungen im Video erscheint. Zahlen, Daten und Fakten lassen sich damit gut darstellen.
  • Icon-Stil: Damit lassen sich technische Videos sowie Zusammenhänge sehr gut darstellen. Ein Voice-Over ist unbedingt notwendig, um eine logische Schlussfolgerung zu garantieren.
  • Comic-Style: Ein buntes, animiertes Comic Design ist ein Klassiker unter den Erklärvideos. Animierte Charaktere schaffen einen Unterhaltungsfaktor und können Wissen (sofern die Story gut aufgebaut ist) auf besondere Weise vermitteln.
Was ist ein Erklärvideo?

Schritt #4: Setzen Sie Ihre Ideen mit Hilfe eines Storyboards um

Ein Filmhighlight basiert auf einem Drehbuch. Ein typischer Anfängerfehler ist die mangelnde Aufmerksamkeit in Sachen Produktion.

Ohne gut ausgearbeitetes Skript bzw. Storyboard ist das Endprodukt lediglich eine Aneinanderreihung von willkürlich ausgewählten Animationen. Es fehlt eine konkrete Kernaussage und der Zusammenhang lässt sich oft nicht erschließen.

Storyboard-Vorlage für Erklärvideos

Die wichtigsten Säulen, um ein Erklärvideo selber zu erstellen, sind die Idee und die Geschichte – und damit das Skript oder Storyboard. Damit wird das Video in einzelne Szenen unterteilt und der Sprechtext erstellt.

Kurze, klar formulierte und aktivierende Sätze sind Voraussetzung für ein schlüssiges Konzept ohne Ausschweifungen. Knackige Formulierungen ermöglichen einen einfachen Lesefluss. Überflüssige Metaphern sowie komplexe Inhalte sind tabu. 

Unsere kostenlose Vorlage für das tabellarische Storyboard können Sie hier herunterladen.

Schritt #5: Wählen Sie das passende Voice-Over für Ihren Erklärfilm

Wenn Sie ein Erklärvideo produzieren, ist auch das Voice-Over essenziell. Das ist der gesprochene Teil, der die Animation erklärt. Das sollte zudem unbedingt vor der Filmproduktion eingesprochen werden.

Dabei können Sie entscheiden, ob Sie diesen Part selbst übernehmen oder doch einem Profi überlassen. Eines sei gesagt: Nichts muss perfekt sein, um gut zu sein. Je authentischer ein Video ist, desto mehr Emotionen werden bei den Zusehern geweckt.

Trotzdem braucht es eine gewisse Professionalität. Fehlerhaft gesprochene Texte oder Aufnahmen über das Smartphone-Mikrofon sind ein No-Go. 

Wenn Sie selber ein Erklärvideo erstellen und auch das zugehörige Voice-Over selbst einsprechen, verwenden Sie unbedingt ein externes Mikrofon und eine passende Software. Außerdem ist eine ruhige Umgebung wichtig, um Hintergrundgeräusche zu vermeiden.

Schritt #6: Die richtige Erklärvideo Software auswählen

Mit der passenden Erklärvideo Software können Sie mit der Produktion Ihres selbst gemachten Erklärvideos sofort loslegen. Sie können dazu entweder Tools aus dem Internet downloaden oder direkt im Browser arbeiten.

Gehen Sie dann folgendermaßen vor und arbeiten Sie Szene für Szene entsprechend der Storyboard-Planung: 

  • Voice-Over in das Programm importieren: es bildet die Basis für das Timing der Animationen
  • Bilder, Icons und Grafiken für die erste Szene auswählen und passend zum Voice-Over animieren
  • unbedingt die Vorschau ansehen und die Animation weiter anpassen, bis das Ergebnis flüssig ist
  • zur nächsten Szene weitergehen

Am Ende können Sie dann noch die Hintergrundmusik und Soundeffekte hinzufügen. Achten Sie hier unbedingt auf die Nutzungsrechte, falls Sie das Video veröffentlichen möchten.

Erklärvideos erstellen: 6 (kostenlose) Software-Empfehlungen

Es gibt mittlerweile eine große Auswahl an Erklärvideo-Softwares, die Sie zum Produzieren verwenden können. Ob Sie sich für eine kostenlose oder kostenpflichtige Option entscheiden, bleibt Ihnen überlassen.

Die Preise für ein Erklärvideo können sich stark unterscheiden. Die meisten Softwares bieten auch Möglichkeiten zur Videoerstellung mit KI, wobei hier Vorsicht geboten ist.

Die günstigen Varianten bieten meist keine Videos in Full-HD-Qualität an. Allerdings ist das heutzutage Standard, weshalb Sie hier keine Kosten scheuen und in die nächste Preiskategorie upgraden sollten. Bei einer kostenpflichtigen Lösung gibt es außerdem kein Wasserzeichen. Wir stellen Ihnen hier 6 verschiedene Softwarelösungen vor:

Software #1: PowToon

PowToon lässt sich ähnlich wie der Windows Movie Maker oder die Apple Version iMovie bedienen. Sollten Sie mit einer dieser Video-Plattformen bereits gearbeitet haben, werden Sie schnell mit PowToon vertraut sein.

Sie bietet eine große Bibliothek mit Video- und Präsentationsvorlagen, Musik und Effekten an, die sofort bearbeitet werden können. Es gibt auch die Möglichkeit, Erklärvideos mit KI zu erstellen.

Das Tool erfordert eine gewisse Einarbeitungszeit und ein technisches Grundverständnis, um damit ein Erklärvideo erstellen zu können. Dafür bietet PowToon verschiedene Live-Action-Vorlagen und Animationsstile, wie Cartoons, Infografiken und Whiteboards. 

Kosten: Es gibt eine kostenlose Version. Die kostenpflichtige Version beginnt bei 15 $ pro Monat, es gibt verschiedene Abo-Modelle.

VorteileNachteile
+ für alle Betriebssysteme– Großteil des Materials für Premium-Nutzer
+ große Materialbibliothek
+ kostenlose Version verfügbar
+ leicht zu bedienen

Software #2: Animaker

Animaker ist eine Online-Software zur Erstellung von Animationsvideos mittels Drag-and-Drop-Funktion. Mithilfe der sechs vielfältigen Videostilen, Infografiken, 2.5D und unterschiedlichen Typografien können Sie eigene, animierte Erklärvideos erstellen. 

Die etwa 120 verschiedenen Animationsarten lockern Ihre Videos auf und machen sie zu etwas ganz Besonderem. Die Software bietet eine große Auswahl an Zeichen, Diagrammen, Symbolen sowie Ton- und Bildeffekte, die Ihr Erklärvideo aufwerten.

Animaker ist ein solides Tool für Einsteiger, mit dem passable Ergebnisse kreiert werden können. Auch ein KI-Animationsgenerator ist mittlerweile enthalten.

Kosten: Es gibt eine kostenlose Version. Die kostenpflichtige Version beginnt bei 15 $ pro Monat.

VorteileNachteile
+ große Materialbibliothek– Großteil des Materials für Premium-Nutzer
+ kostenlose Version verfügbar– nur Windows-Betriebssysteme
+ vernünftiger Preis

Software #3: Biteable

Die Oberfläche von Biteable ist leicht zu bedienen, bietet aber nur eine begrenzte Möglichkeit der Videobearbeitung. Aus Ihren Fotos und Videos können Sie mithilfe von KI und bereits fertigen Vorlagen ein Erklärvideo erstellen. 

Biteable bietet verschiedene Stile und Vorlagen an, die von technisch über seriös bis hin zu humorvoll reichen. Es gibt auch die Möglichkeit, Musik und Text in die Videos zu integrieren. Die hohen Kosten machen das Programm zu einer soliden Alternative, die aber nicht für jeden geeignet ist. 

Kosten: Es gibt eine kostenlose Testversion. Die kostenpflichtige Version beginnt bei 15 $ pro Monat.

VorteileNachteile
+ gebrauchsfertige Vorlagen– nach Ablauf der Testphase kostspielig
+ kostenlose Testversion– nur OS-Betriebssysteme

Software #4: Vyond

Mit Vyond können Sie ein einfaches animiertes Erklärvideo selbst machen. Die umfangreiche Bibliothek der Software bietet vorgefertigte Szenen, Charaktere, Objekte und Audiospuren an. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, Dialoge, Lippensynchronisationen und realistische Bewegungen zu ergänzen. 

Zu den wichtigsten Funktionen von Vyond gehören u. a. Datenvisualisierung, Fernzugriff, Kollaborationen mit Teammitgliedern und ein Whiteboard-Tool. Mit den Requisiten aus der Bibliothek können Sie die Videos auch markenspezifisch anpassen, um sie auf öffentlichen Plattformen hochzuladen.

Die zeitintensive Bearbeitung und Auswahl von Grafiken macht Vyond zu einem Erklärvideo-Tool für Anwender, die sich stärker mit der Videowelt beschäftigen möchten und Zeit mitbringen.

Kosten: Es gibt eine 14-Tage-Testversion kostenlos. Die kostenpflichtige Version beginnt bei 58 $ pro Monat.

VorteileNachteile
+ für alle Betriebssysteme– nach Ablauf der Testphase kostspielig
+ professionelle Ausgabe
+ vorgefertigte Szenen
+ umfangreiches Angebot

Software #5: Wideo

Mit Wideo können Sie sehr einfach animierte Videos, Präsentationen oder ein Erklärvideo erstellen, bearbeiten und freigeben. Es gibt eine Bibliothek mit mehr als 100 Vorlagen, die alle individuell anpassbar sind. Mit über 1300 Bildern und mehr als 50 Musiktiteln bietet Wideo ein breites Spektrum an Material an. 

Es gibt die Möglichkeit, bereitgestellte Vorlagen zu verwenden, Sie können aber auch Ihre eigenen Ideen umsetzen. Die Software bietet Personen mit einfachen Video-Wünschen einen guten Einstieg und integriert auch eine KI-Plattform.

Kosten: Es gibt eine 7-Tage-Testversion kostenlos. Die kostenpflichtige Version beginnt bei 19 $ pro Monat.

VorteileNachteile
+ für alle Betriebssysteme– Testversion bietet kaum Material
+ umfangreiches Angebot
+ vorgefertigtes Material

Software #6: Adobe Premiere Pro

Damit Sie sich auf Adobe Premiere Pro zurechtfinden, benötigt es etwas Vorwissen zum Programm, danach können Sie aber professionelle Erklärvideos selbst erstellen. Mit einem eigenen Toolkit für Erklärvideos können Sie an diesem umfangreiche Bearbeitungen vornehmen. Dazu zählen z.B. Compositing, Layering, Tilting, Motion Graphics und Sounddesign. 

In Premiere Pro kann jedes moderne Videoformat erstellt und bearbeitet werden, das von 8K bis zur Virtual Reality reicht. Ein KI-Assistent sorgt dafür, dass das jetzt noch schneller geht.

Kosten: Es gibt eine kostenlose 14-Tage-Testversion. Die kostenpflichtige Version beginnt bei 23,79 € pro Monat.

VorteileNachteile
+ für alle Betriebssysteme– erfordert Fachkenntnisse
+ viele Bearbeitungsmöglichkeiten– v.a. eigenständige Bearbeitung
+ zusätzliche Toolkits

Wichtiger Hinweis!

Erklärvideo-Tools bieten einen einfachen Einstieg für simple Erklärvideos. Für professionelle Videos, die das eigene Unternehmen repräsentieren sollen, fehlt es den Anwendungen aber an Individualität und Storytelling-Knowhow. Zudem kommen die Grafiken aus einem Baukastensystem, die somit auch von anderen Firmen verwendet werden. Hierfür ist es ratsam, sich von einer spezialisierten Erklärvideo-Agentur beraten zu lassen.

Erklärvideo mit KI erstellen

Können ChatGPT & Co. Erklärvideos erstellen? Herkömmliche KI-Tools wie ChatGPT können allein keine hochwertigen Erklärvideos produzieren. Sie können Ihnen aber bei der Ideenfindung, dem Skript, dem Storyboard oder beim Formulieren von Voice-over-Texten helfen. 

Viele der genannten Softwares bieten KI-Features, die das Erstellen von Erklärvideos vereinfachen. Es ist aber wichtig, das Ergebnis unbedingt manuell zu überprüfen! KI-generierte Videos können inhaltliche und visuelle Fehler enthalten, die die Qualität mindern und dann auch bei den Usern schlechter ankommen.

Wie sehen professionelle Erklärvideos aus?

Sie möchten sehen, wie unsere Erklärvideos in der Praxis aussehen? Kein Problem! In unseren Referenzen finden Sie eine Übersicht über unsere Kundenprojekte. Außerdem möchten wir im Folgenden ein paar Erklärvideos als Inspiration für Sie auflisten:

Fazit: Erklärvideo selbst erstellen oder die Profis ans Werk lassen?

Mithilfe einer Erklärvideo-Software lässt sich ein Erklärungsvideo erstellen, das auf den ersten Blick professionell erscheint. Was jedoch fehlt, ist der USP dieses Videos, da die Software nur über vorgefertigte Bibliotheken für Illustrationen und Charaktere verfügt.

Diese Elemente werden unzählige Male wiederverwendet, was die Chance deutlich erhöht, dass bereits die Konkurrenz dieselben in Verwendung hat. Ähnlich wie bei Stockfotos! 

Selbstverständlich spielt der Kostenfaktor eine wichtige Rolle. Doch sollten Sie Kosten und Nutzen genau abwägen. Klären Sie zuerst ab, was Sie mit dem Erklärvideo erreichen möchten.

Denn die Chance, Ihre Zuseher mit einem auf Ihr Thema sowie Ihre Corporate Identity abgestimmten Stil sowie hochwertiger Gestaltung zu begeistern, ist mit einem professionell produzierten Erklärvideo deutlich höher. 

Ein DIY-Video bzw. ein selbst erstelltes Erklärvideo ist der Macht des Videomarketings häufig nicht gewachsen, da Erfahrungen zu Storytelling und werbepsychologischen Techniken nicht vorhanden sind.

Sie erfüllen zwar ihren Zweck, sind jedoch auf lange Zeit gesehen nicht professionell genug, weil die Einzigartigkeit fehlt – und die ist am Ende des Tages entscheidend, um den Zuschauer wirklich zu überzeugen und nicht zur Konkurrenz verschwinden zu lassen.

FAQ: Häufige Fragen zum Erstellen von Erklärvideos

Ist ein selbst erstelltes Erklärvideo tatsächlich kostenlos?
Lohnt es sich, einen Erklärfilm von einer Agentur erstellen zu lassen?
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Autorin
Katharina-Schneider

Katharina Schneider

Konzepterin bei den Erklärhelden

Katharina Schneider ist als Erklärheldin für die Konzeption von über 300 Erklärvideo-Projekten jedes Jahr verantwortlich. Sie liebt es aus komplexen Ausführungen einfache und überzeugende Beschreibungen zu formulieren, die einen Aha-Moment auslösen. Wenn sie nicht gerade die Welt in 90 Sekunden erklärt, ist sie wahrscheinlich auf dem nächsten Gewässer mit ihrem Kajak zu finden.

Quellen: